Monday, 11. august 2008 1 11 /08 /Aug. /2008 17:22

Malariainfektionen beginnen mit dem Stich einer Mücke, durch den Sporozoiden in die Haut injiziert werden. Die Parasiten gelangen in die Blutbahn und erreichen schließlich die Leber, in deren Zellen sie sich zur Exoerythrozytischen Form (EEF) entwickeln. Eine Immunisierung mit radioaktiv bestrahlten Sporozoiten führt bei Nagetieren, Affen und Menschen zu einem stabilen Schutz gegen Malaria. Die Wirkung kommt von einem Hervorrufen von Antikörpern durch das Circumsporozoitenprotein (CS). Es inhibiert Sporozoiteninfektiösität und aktiviert T-Zellen, die die EEF zerstören.

Um die Rolle von Nicht-CS Antigenen in diesem Impfschutz zu untersuchen, wurden von Kota Arun Kumars Gruppe an der University School of Medicine (New York, USA) CS-transgene Mäuse erstellt, die CS T-Zellepitope tolerierten. In Abwesenheit von T-Zell-abhängiger Immunantworten zu CS wurde der Schutz durch die Immunisierung mit 2 Dosen bestrahlter Sporozoiten stark verringert. Obwohl hunderte von anderen Plasmodiumgene in Sporozoiten und der EEF exprimiert werden, ist CS ein dominantes, schützendes Antigen. Trotzdem konnte mit 3 Dosen bestrahlter Sporozoiten auch Immunität bei den Mäusen erreicht werden.

 

Quelle:

 

Kota Arun Kumar et al.: The circumsporozoite protein is an immunodominant protective antigen in irradiated sporozoites, Nature 444, 937 - 940

von S.Erich
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